Finanzierung28.07.2013

Finanzierung der energetischen Ertüchtigung durch Steuern sichern!

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Die Sanierung von Gebäuden ist in Deutschland noch nicht so weit, wie sie sein sollte. Die Sanierungsrate ist noch zu niedrig und müsste gesteigert werden. Welche Impulse braucht außerdem der Markt? Entscheidend ist, dass die Investoren unterstützt werden, die das Risiko und die Hauptlast der energetischen Ertüchtigung schultern. Die KfW rechnet damit, dass jeder Euro öffentlicher Mittel mindestens um den Faktor acht Investitionen auslöst und damit auch neue Steuereinnahmen, Arbeitsplätze und Innovationen einbringt. Allein im Bereich der energetischen Sanierung liegt ein Arbeitsplatzpotenzial von 200.000-300.000 Beschäftigten pro Jahr.

Die Energiewende geht grundsätzlich von einem solidarischen Ansatz aus. Die Lasten müssen gerecht (im Sinne von zumutbar) verteilt werden, um akzeptiert zu werden.

  • Die Investoren wollen Planungssicherheit und Rentabilität für ihre Investitionen. Die Mieter wollen moderate und bezahlbare Mieten und wenig Belästigung durch energetische Sanierung.
  • Die Gesellschaft will die Energiewende
  • Die Politik braucht rasche Erfolge bei dieser Jahrhundertaufgabe. 

Das Hauptaugenmerk liegt also darauf, wie die Investitionen gesteigert werden können:

  • Steuerliche Anreize: Einführung einer degressiven Abschreibung und/oder einer steuerlichen Absetzbarkeit von energetischen Maßnahmen im Wohnungsbaubestand sowie
  • Ausweitung der staatlichen Förderung durch die KfW auf jährlich 2 Milliarden Euro.

Das Umweltbundesamt hat in einer Studie herausgearbeitet, dass bis 2030 30% der Treibhausgasemissionen eingespart werden können. Hier ist also rasch viel Potenzial zu heben.

 

Was meinen Sie?

Sind Sie der Meinung, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine Steuerabschreibungsoption zur Finanzierung der Energiewende akzeptiert? Dann stimmen Sie mit „STIMME ICH ZU“. Oder sind Sie der Meinung, dass die Möglichkeiten der direkten Förderung ausreichen? Dann stimmen Sie mit „STIMME ICH NICHT ZU“. Ihre Meinung zählt!

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Diskussion

Altes Haus gedämmt

Ich habe mein Haus gedämmt und nun den Vergleich zum Vorjahr und muß sagen: was die
Energiekosten angeht, mehr kann man nicht sparen.... Klar entstehen auch Kosten durch die Dämmung,
doch die Energiekosten werden auch nicht weniger....
Also Dämmen ist Zukunft...

12.11.2013 – 09:09 Uhr
Marco Müller Antworten

Verwendung von Steuern

Ich halte, Steuerinvestitionen, in eine breiteInfrastruktur für sinnvoller, als die Vernichtung von Steuergelder in einzelne „PrestigeObjekte“ wie z.B. Elbphilharmonie, neuer Flughafen Berlin, Stuttgart 21 u.v.m.Eine sachliche Diskussion darüber, ob es nicht doch noch „bessere“Möglichkeiten gibt als in Styroporfassaden zu investieren ist durchaussinnvoll. Gegner und Befürworter sollten sehr viel offener miteinander die Argumenteaustauschen und persönliche Angriffe meiden. So lange der Atomausstieg nicht beschlossen wurde, wurden kaumInvestitionen in neue Technologien und Infrastrukturen getätigt. Erst jetztbeginnen die „Verantwortlichen“ darüber nachzudenken und stehen vor schwierigenFragen und Antworten. Bis dahin, haben die wenigen Konzerne massiv Geldereingenommen, welche jetzt neue Gebühren und Steuern einfordern für ihr wenig erfolgreichesund „verantwortungsvolles“ Management. Wenn Steuern ausgegeben werden, sosollten nicht die Interessen der Großindustrie nach Gewinnmaximierung der AG imBlickpunkt stehen. Wenn alle Argumente und Interessen an dem Fokus:Schadstoffreduzierung, Nachhaltigkeit und Wohngesundheit abgeglichen werden,führt das eher in die richtige Richtung. Styropor und Mineralwolledämmung sind nicht die „Königslösung“.Wenn Neubauten mit Beton und KS-Stein und 16 cm Styropor oder Mineralwollegedämmt werden, nur weil diese Art zu bauen erst einmal billiger sein soll undhierzu noch zentrale Lüftungsanlagen geplant werden müssen. So ist das nichtder Weisheit  letzter Schluss. WennDämmung, dann hätten 10 cm auf Altbauten immer schon ausgereicht. Welchenkritischen Materialmix hinterlassen wir den nächsten Generationen? Was ist mitden Kosten für Abfallentsorgung, Vergiftung der Böden durch die Chemikalien inden Fassadenfarben, Folgekosten für die Gesundheitsrisiken all dieserunzähligen Emissionen aus den künstlichen Stoffen und Stoffverbindungen im „luftdichten“Innenraum u.v.m. Steuerinvestitionen sollten der Volkswirtschaft als Ganzes undder Zukunft der nächsten Generationen dienlich sein.

04.11.2013 – 11:09 Uhr
Theodor B. Antworten

Re: Vielleicht doch fassbar?

Das ist doch ein Witz, Sparmaßnahmen, die nicht richtig sparen, steuerlich zu subventionieren, um dem sparwütigen Investor auf Steuerzahlers Kosten eine Ersparnis zu konstruieren. Und damit Energie ohne Ende zu verschleudern. Denn Dämmen findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern frißt unmäßig Ressourcen und erhöht insgesamt den Schadstoffausstoß - wozu CO2 freilich in keiner Weise gehört, was man auch schon mal als CO2-ausatmender Student zumindest beiläufig gehört haben sollte. Außerdem ist kassentechnisch eine Steuerentlastung eine fehlende Steuereinnahme und muß dann anderweitig gegenfinanziert werden. Und dafür gibt es nur die Steuererhöhung auf anderer Seite. Das ist kaufmännisches Rechnen!

Fassadendämmen mit vergifteten Dämmsystemen spart außerdem überhaupt keine Energie - die "Wissenschaft" hat bisher jedenfalls keine Beweise für die Sparwirkung vorlegen können, sondern nur Gegenbeweise. Und erforscht fleißig die Giftbelastung unserer Gewässer durch die Dämmpestizide. Mehr faktenbasierte Aufklärung und weniger ökoideologisertes Reklamewissen würde einem Studenten gut tun! Trauen sie sich!

PS. Auch über die Sinnhaftigkeit der KAT-Nachrüstung könnte ernsthaft gestritten werden. Doch das sparen wir uns hier ...

29.10.2013 – 16:01 Uhr
Konrad Fischer Antworten

RE: Re: Vielleicht doch fassbar?

Etwaige Steuererleichterungen sind an Investitionen gebunden, die keinesfalls gering. Man animiert also unmittelbar dazu, Geld in Infrastruktur zu investieren, dass andernfalls wahrscheinlich weniger sinnvoll ausgegeben würde. So wird ein kleiner Teil aus dem Budget des Fiskus dafür aufgewendet, größere Summen zu mobilisieren wo sie vorhanden sind. Dieses Geld verschwindet jedoch nicht im Nichts noch wird es verbrannt, sondern fließt in den Wirtschaftskreislauf. Das ist Volkswirtschaft.

Vorausgesetzt ist natürlich immer, dass Wärmedämmung sinnvoll ist. Davon gehe ich aus!

Frederik H
Steuerzahler, Mieter und nicht FDP-Wähler

29.10.2013 – 20:03 Uhr
Frederik H

Unfaßbar!

Nun wissen wir doch inzwischen alle, daß die Dämmerei aus wirtschaftlicher Sicht für die Katz ist. Die Bundespartei der SPD hat dazu im Jahrbuch 2013 "Energieeffizienz in Gebäuden" in einem Anfall von Wahrheitsliebe öffentlich verlautbart, daß: "die Einsparungen an Energiekosten nie die nötigen Investitionen – auch nicht langfristig – amortisieren".

Auch Professor Simons zieht in seiner empirica-Studie 2012 den richtigen Schluß: "Energetische Sanierungen sind im Regelfall unwirtschaftlich in dem Sinne, dass die eingesparten Energiekosten nicht die Kosten der energetischen Sanierung decken."

Da bekanntermaßen auch der Wetterverlauf vollkommen unabhängig von Fassadendämmungen ist und deswegen mit Dämmstoffen bestimmt kein Klima zu retten ist, finde ich es schon recht bizarr, wenn nun weitere Steuererhöhungen die ambitionierten Umsatzziele der Dämmprofis erfüllen sollen. Die Vergeudung an den nutzlos gedämmten öffentlichen Gebäuden muß nun wirklich genügen! Noch mehr ist eine Gemeinheit!

Konrad Fischer
Steuerzahler

29.10.2013 – 14:55 Uhr
Konrad Fischer Antworten

RE: Unfaßbar!

Dass dieser Mensch (KF) von der Wärmedämmung keine Ahnung hat, wissen wir ja jetzt hinlänglich.
Fachgerecht angebrachte Dämmung rechnet sich in wenigen Jahren (obere Geschoßdecke, nachträgliche Kerndämmung, Rollladenkästen usw.) bis spätestens in 20 Jahren (WDVS). Eigentlich amortisiert sich Dämmung also selber, braucht also nicht künstlich subventioniert zu werden. Allerdings täte Aufklärung not (damit nicht Menschen, die von Dämmung nichts verstehen - wie KF - negative Meinungsbildung betreiben).

29.10.2013 – 15:57 Uhr
Arnold Drewer

RE: Unfaßbar!

Vielleicht doch fassbar? 
Meinem Verständnis nach geht es in der Debatte weniger um Steuererhöhungen, sondern vielmehr um Steuerentlastungen für potenzielle Investoren. In diesem Modell wird die finanzielle Last nicht etwa undifferenziert auf die Bevölkerung verteilt, sondern wird auch von Staat getragen. Wenn für diese Finanzierung im neuen Haushalt Kapazitäten bereitstehen, so kann ich das gutheißen. 
Ich würde gerne anregen, dass zu den direkt eingesparten Kosten durch den geringeren Energieverbrauch (ob diese die Investitionen unterschreiten sei kritisch dahingestellt) auch die reduzierten externen Kosten durch den gesenkten CO2-Ausstoß in Ihre Argumentation eingebaut werden. 
Wenn ich sie richtig verstehe, könnten sie auch die Förderung von Umrüstungen von Autos in Frage stellen, die danach weniger Schadstoffe in die Umwelt blasen? Mit der Begründung, dass es sich ökonomisch nicht rentiert? 
Viele GrüßeEin Student auf der Suche nach Verständnis 

29.10.2013 – 15:20 Uhr
Frederik H

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