Wirtschaftlichkeit12.11.2013

Gebäudesanierung als Jobmotor?

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Die Energiewende in Deutschland ist eine Jahrhundertaufgabe. Bis zu 20 Milliarden Euro werden jährlich in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert. Branchenschätzungen zufolge entstehen so bis zum Jahr 2020 über eine halbe Million neue Arbeitsplätze. Hinzu kommen zusätzlich etwa 250.000 neue Jobs im Bereich der energetischen Gebäudesanierung. Manche Kritiker sehen hinter den Zuwachsprognosen aber nur eine Umverteilung von Jobs aus dem alten Energiesektor. Was meinen Sie?

Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW),  prognostiziert, dass auch in den kommenden Jahren viele Milliarden in das Projekt der Energiewende investiert werden (müssen). Ein Großteil der entstehenden Arbeitsplätze (besagte 250.000) soll auf den Bereich der energetischen Sanierung und Energieeinsparung entfallen.

Andererseits wird argumentiert, dass diese neuen Arbeitsplätze lediglich vom fossilen Energiesektor zum erneuerbaren Energiesektor und Effizienzmarkt „umverteilt“ werden könnten, sodass in der Netto-Bilanz kein Beschäftigungswunder zu erwarten sei.  Hinzu kommt möglicherweise auch ein Engpass bei der Ausbildung des Nachwuchses. Bereits heute mangelt es offenbar an Fachkräften, um alle neuen Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien auch tatsächlich zu besetzen. Unter Umständen ist das der Flaschenhals, der die Arbeitsplatzdynamik verhaltener ausfallen lassen könnte. Die Aus- und Weiterbildung ist also das zentrale Thema.

Was ist Ihre Meinung? Denken Sie, dass die energetische Sanierung für einen spürbaren, zusätzlichen Beschäftigungszuwachs sorgen kann? Dann klicken Sie „STIMME ICH ZU“. Oder sind Sie der Meinung, dass die Arbeitsplätze nur umverteilt werden und Deutschland vor keinem Jobwunder via Energieeffizienzmarkt steht? Dann klicken Sie „STIMME ICH NICHT ZU“. Ihre Meinung zählt!

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Diskussion

Qualitätsoffensive?

So dringend, wie die energetische Gebäudesanierung voran getrieben werden muß, so halbherzig wird sie betrieben. Einerseits kann man bei jedem Bauvorhaben die qualitativen Mängel der Verarbeitung sehen, wenn Bauteilanschlüsse nicht richtig hergestellt werden, Materialien unsachgemäß, oder sogar falsch eingebaut werden, oder Wärmebrücken übersehen werden, andererseits sind die Mitarbeiter der Baufirmen massiv überfordert das "moderne" Materiial ordnungsgemäß einzbauen. Ihren Chefs geht es häufig nicht viel besser. Fragen Sie in Heizungsbaufirmen nach einem hydraulischen Abgleich.... die Antworten dazu werden Sie sicherlich verwundern, oder auch nicht. Wenn also die Sanierungsquote erhöht werden soll, brauchen wir dringend vorher!!! eine ordentliche Weiterbildung für die Verarbeiter. Sonst wird es nur höhere Preise mit minderer Qualität am Markt geben. BWL-er würden dazu glaube ich leider nicht "Marktversagen" sagen.

12.11.2013 – 22:11 Uhr
Konrad Nickel Antworten

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