Finanzierung28.03.2014

Orientierung im Förderdschungel für Energiesanierer

Es gibt viele Möglichkeiten der Förderung von energetischen Sanierungen. Doch jedes Gebäude hat seine eigenen Voraussetzungen und muss individuell betrachtet werden. Unabhängige und kompetente Energieberater helfen, die optimale Lösung zu finden.

Energieberatung nutzen

Diese Vor-Ort-Beratung wird derzeit durch die Bundesregierung gefördert mit einem Zu-schuss von 400 Euro bei Einfamilienhäusern und 500 Euro bei Wohngebäuden mit drei und mehr Wohneinheiten. Ab dem 01.03.2015 erhöht sich der Zuschuss auf 60 % der förderfähi-gen Beratungskosten – maximal 800 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.100 Euro bei Wohnhäusern mit drei und mehr Einheiten.

Ziel sollte eine gesamtheitliche Betrachtung eines Gebäudes sein, denn erst diese kann realistische Zahlen zum Spareffekt einer Wärmedämmung liefern. Hat man sich für einen Berater entschieden, macht dieser eine Bestandsaufnahme, berechnet die Energiewerte und gibt erste Empfehlungen. Seinen ausführlichen Bericht reicht er beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ein. Bei Zustimmung wird der Bericht dem Bauherrn übergeben und erläutert, denn am Ende muss die Sanierung für den Wohneigentümer zu bewältigen sein: finanziell und baulich. Interessierte Bauherren können hier einen qualifizierten Energieberater finden.

Förderinstrumente und Förderprogramme

Für modernisierungswillige Immobilienbesitzer gibt es zahlreiche Förderprogramme von Bund, Ländern, Gemeinden und Energieversorgern. Diese reichen von zinsgünstigen Darlehen, Teilschuldenerlassen und Steuererleichterungen bis zu finanziellen Zuschüssen. Allein die KfW-Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren bieten etliche Anreize:

  • Zehnprozentiger Zuschuss bis maximal 5.000 Euro für eine durchschnittliche Investitionssumme von 10.000 bis 25.000 Euro in Einzelmaßnahmen wie Modernisierung der Heizungsanlage, Einbau neuer Fenstern und Türen oder auch Dämmung von Außenwänden oder Dach.
  • Zuschuss von 25 Prozent bis maximal 18.750 Euro für eine Modernisierung zum Energieeffizienzhaus 55.
  • Zuschuss von 20 Prozent bis maximal 15.000 Euro für den Energieeffizienzhaus-70-Standard.
  • Bei der Kreditförderung wurden auch die Tilgungszuschüsse verbessert. Für das Energieeffizienzhaus 55 sind es nun 17,5 Prozent des Zusagebetrages, maximal 13.125 Euro, für das Energieeffizienzhaus 70 stieg der Wert auf 12,5 Prozent des Zusagebetrages, maximal 9.375 Euro.
  • Die Umrüstung von Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien wird mit zinsgünstigen Krediten von bis zu 50.000 Euro gefördert. Darunter fallen beispielsweise der Einbau von thermischen Solarkollektoren, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen.

 

Zudem gibt es im Internet Informationsangebote, unter anderem auf folgenden Seiten:

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