Brandschutz28.03.2014

Verbesserung des Brandschutzes

Das Baurecht wird stetig weiterentwickelt. Dabei fließen Erfahrungen, Know-how und neueste Erkenntnisse von Herstellern, Anwendern und unabhängigen Stellen ein. Neue Trends finden Berücksichtigung. Auf die Entwicklung hin zu dickeren Dämmstärken wurde durch die Einführung von Sturzschutz (1998/99) und Brandriegeln (2006/07) reagiert. Deren Wirksamkeit wurde in aufwendigen Realbrandversuchen getestet.

Kontinuierliche Weiterentwicklung

Der Fachverband WDVS hat bereits im Jahr 1998 einen Arbeitskreis Brandschutz ins Leben gerufen. Dieser arbeitet ständig an der Verbesserung von Prüfkriterien und brandschutztechnischen Detaillösungen, insbesondere zur wachsenden Dämmmaterialdicke. Der Arbeitskreis steht in ständigem Kontakt zu relevanten Institutionen. Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse hat der Fachverband WDVS erstmals 2004 die Technische Systeminfo „Brandschutz" veröffentlicht.

Kontrolle und Untersuchungen durch unabhängige Stellen 

Die baurechtlich geforderte Schwerentflammbarkeit von WDVS-Dämmstoffen muss regelmäßig durch neutrale Stellen überprüft werden. Die Untersuchungen umfassen auch Originalbrand- und Naturbrandprüfungen. Die Fremdüberwachung und Prüfung erfolgt ausschließlich durch unabhängige Stellen. Sie erhalten ihre Zulassung vom DIBt.

Das DIBt nimmt ferner Brandereignisse zum Anlass, über die Anpassung von Zulassungsverfahren bei WDV-Systemen zu beraten. Bislang haben die Sachverständigen die zugelassenen Systeme als sicher klassifiziert. Eine Fachkommission der Länder hat den Auftrag, bundesweit Daten von Brandereignissen in Verbindung mit WDVS zu sammeln und die Informationen aufzubereiten. Die Ergebnisse werden den Obersten Bauaufsichten der Bundesländer zugeleitet und in der Bauministerkonferenz besprochen.Gegenstand der Bauministerkonferenz war im Jahr 2012 u.a. auch ein Brandfall in Frankfurt, bei dem ein mit WDVS saniertes und zum Teil noch unverputztes Gebäude in Brand geraten war. Die Bauministerkonferenz hat den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau- und Wohnungswesen beauftragt, unter Einbeziehung der Feuerwehr alle relevanten Brandereignisse mit WDVS unter Berücksichtigung der besonderen Umstände und Gefahren bei Montagezuständen zu untersuchen. Es wurden insgesamt 18 Brandfälle untersucht. Die Analyse ergab, dass Wärmedämm-Verbundsysteme bei sachgerechtem Einbau sicher sind. Dies wurde auch nochmals in einer Pressemitteilung zur Bauministerkonferenz vom 23./24.01.2014 bestätigt.

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